DES "Elisabeth Schulte"

 

Das Leben an Bord

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

was Sie im Folgenden lesen, ist erst der Anfang der Berichterstattung unserer Erlebnisse bei der christlichen Seefahrt Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts.

 

Das Ganze liegt somit über 40 Jahre zurück und eigentlich kommen erst beim Erzählen, Recherchieren, Aufschreiben und Ansehen der Fotos ganz langsam die Erinnerungen und Details unserer Fahrenszeit wieder hoch.

 

Wir stellen diese Aufzeichnung ganz bewusst noch unfertig ins Internet ein, um auch den damaligen Crewkameraden eine Möglichkeit an die Hand zu geben, ihre Erinnerungen an die gemeinsame  Fahrenszeit mit einfließen zu lassen bzw. die Richtigkeit dieser Berichte zu überprüfen.

 

Deshalb werden Sie in unserem Bericht ständige Änderungen erleben, denn was wir hier zur Zeit veröffentlichen, ist noch nicht immer in chronologischer Reihenfolge, sondern das Ergebnis eines "Brainstormings". Das heißt, wir schreiben das auf, was uns gerade einfällt.

 

Sollten Sie Fragen zum Thema haben oder Anregungen, eigene Fotos (Bedingung: Sie besitzen die Urheberrechte und genehmigen uns die Veröffentlichung!) sowie eigene Beiträge beisteuern möchten, nehmen Sie bitte Kontakt mit mir oder s. Impressum auf. -  Anm. d. Autors

 

Und nun wünschen wir Ihnen viel Spaß beim Lesen unserer Erinnerungen. Die Fotos sind alle von der damaligen Crew geschossen und für die Veröffentlichung freigegeben worden.

 

In den nächsten Tagen nach meiner Ankunft wurde ich von meinem Vorgänger so gut es in der kurzen Übergabezeit möglich war in meinem neuen Tätigkeitsbereich eingewiesen. Ja, und schließlich überreichte er mir zum Abschied noch zwei ganz wichtige Utensilien: einen elektrischen Haarschneider (schließlich möchten auch Seeleute eine schicke aktuelle Frisur haben) und einen großen Plastikeimer mit Tauchsieder.

 

Er erklärte mir lächelnd auf Grund meine verdutzten Gesichts: "Das ist Deine Waschmaschine und die Wäsche für den Chief machst Du übrigens auch mit!" Ich nehme es schon mal vorweg: das klappte trotz meiner anfänglichen Zweifel sehr gut. Es existierte zwar Mittschiffs eine kleine Waschmaschine, die wurde aber von uns achtern (seemännisch für Hinteres Schiff) nicht genutzt.

 

Überhaupt waren die sanitären Einrichtungen auf diesem Schiff eher primitiv zu nennen. Für die Besatzung achtern (immerhin 18 Mann) gab es lediglich drei Toiletten und Duschräume; jeweils eins als Gemeinschaftsraum für die Crew auf der Backbord- und Steuerbordseite achtern, der Leitende Ingenieur (I. Ing., auch Chief genannt) ein Deck höher verfügte über eine eigene Sanitäreinrichtung. Allerdings waren die Unterkünfte auf der Steuerbordseite achtern wenigstens zusätzlich mit Waschbecken ausgerüstet.

 

Für die Unterkünfte war auch keine Klimaanlage vorhanden. Wie wir mit diesem Manko umgingen, beschreiben wir zu einem späteren Zeitpunkt.

 

Natürlich wurden mir in den ersten Tagen auf der "Elisabeth" neben dem obligatorischen Kennenlernen der Besatzung auch unheimlich viele Informationen bezüglich Schiffstechnik und Dienstabläufe um die Ohren gehauen, die so schnell gar nicht zu verinnerlichen waren.

 

In den ersten Wochen war ich also neben dem normal üblichen Borddienst überwiegend damit beschäftigt, mir die gesamte Elektrotechnik an Bord zu verinnerlichen.

 

Nicht jede Einrichtung war da wo ich es vermutete, sondern eher dort eingebaut, wo Platz dafür war. War schon eine elende Sucherei, bis ich alles gefunden hatte und damit fit war, im Ernstfall sofort an der richtigen Stelle einzugreifen. Gleichzeitig wurden so die wichtigsten Kontrollpunkte für meine täglichen Rundgänge festgelegt, um Ausfällen vorzubeugen.

 

Eine wichtige Tätigkeit war auch das Durcharbeiten der Schaltpläne für die Elektroanlagen. In Verbindung mit diesen Zeichnungen wurde mir sehr schnell das Zusammenspiel der vielen Komponenten im und außerhalb des Maschinenraums klar. So langsam bekam ich das Ganze in den Griff und wurde sichtlich ruhiger. Ich war nun gewappnet, mit den Tücken der Technik auch unter Stressbedingungen fertig zu werden. Den letzten Rest Sicherheit brachte die Praxis und die Routine.

 

Aber nicht nur das Instandhalten der Elektroanlage und die Fehlerbeseitigung bei Ausfällen gehörte zu meinen Aufgaben auf der "Elisabeth", auch das

Steuern der Fahrmotoren auf Revierfahrt (Manöverfahrt in gefährlichen Küstengewässern, Flüssen und Kanälen) war mein Job.

 

Die Ausreise - Manöverfahrt in engen Gewässern (Bericht folgt zu einem späteren Zeitpunkt!)

 

Meine normale Tagesroutine auf See

 

 

Morgens gegen 6 Uhr beendete ich in der Regel meine Nachtruhe, wusch mir den Tiefschlaf aus den Augen, guckte an Deck, ob das Meer noch da war und fing begeistert den wunderschönen Anblick von Weite, Wind und Wellen ein.

 

Bild 1 - Ja, auch bei stürmischem Wetter.

 

Anschließend ging’s in den Maschinenraum zu einem kleinen ersten Rundgang und um im Fahrstand zu erfahren, ob des Nachts irgendwo Probleme festgestellt worden waren, für die ich zuständig war.

 

Bild 2 - Ankunft im Maschinenraum

Gegen 07:30 Uhr begab ich mich in die Offiziersmesse, um mich mit einem ausgiebigen und reichhaltigen Frühstück auf meinen Arbeitstag vorzubereiten.

 


 

Für die Mahlzeiten waren übrigens folgende Zeiten festgelegt:

  • Frühstück 07:30 Uhr bis 08:30 Uhr, (auch mit warmen Gerichten!)

  • Tea-Time war gegen 10:00 Uhr angesagt (Kaffee, Tee, Kaltschale, Kraftbrühe je nach Klima)

  • Mittagessen 11:30 Uhr bis 12:30 Uhr, (wir bestanden auf 3-Gang-Menü, auch bei ruppigem Wetter)

  • Nachmittagskaffee 14:00 Uhr (am Donnerstag, traditioneller Seemannssonntag, sogar mit einem Stückchen frischgebackenen Kuchen)

  • Abendessen 17:30 Uhr bis 18:30 Uhr, (natürlich auch mit warmer Küche!)

  • Für die aufziehende und abgelöste Wache um Mitternacht gab es noch den sogenannten „Mitternachtswächter“, ein vom Koch abends vorbereiteter stärkender Imbiss.

Die Zeit vor der vollen Stunde wurde von der aufziehenden Wache genutzt, die Zeit danach von der abgelösten Wache.

Zum Abendessen mussten die derzeitigen Wachhabenden für die Mahlzeit abgelöst werden. Das war aber alles sehr gut geregelt.

 


 

Bild 3 - Eine der seltenen Aufnahmen vom "Blitz" Willi in Zivil

Nun ja, Morgens, Mittags und Abends warm, das brauchte man wohl einfach.

 

Seeluft macht bekanntlich hungrig, und meistens schwere körperliche Arbeit, lange Dienstzeiten und oft nur wenig Schlaf mussten schließlich irgendwie durch ausreichende Energiezuführung ausgeglichen werden.

 

Gegen 8 Uhr startete ich dann meinen Rundgang durch das gesamte Schiff, ließ mich auf allen Stationen blicken und legte bei diesem Rundgang fest, welche außerplanmäßige Wartungsarbeiten und kleineren Reparaturen als erstes erledigt werden sollten. Die planmäßigen Wartungsarbeiten wurden dem Wartungsbuch entnommen, das auch auf der „Elisabeth“ geführt wurde.

 

Bild 4 - Blick von der Back Richtung Brücke

 

Bild 5 - Das Achterschiff vom Peildeck

(seemännisch für oberstes Deck des

Schiffes oberhalb der Kommandobrücke)

aus gesehen

Mein 1. Rundgang endete turnusgemäß gegen 9 Uhr in der Kombüse, wo der Smutje mich mit übriggeblieben Köstlichkeiten versorgte.

 

Der Grund: ich war damals so breit wie ein Hering zwischen den Augen, wog gerade mal 66 kg ohne Chancen auf Gewichtzunahme.

 

(Unser Funker bezeichnete mich damals gern als Schmachtlappen)

 

Ich konnte aus welchem Grund auch immer eine ganze Menge an Essbarem wegstecken, ohne dass eine körperliche Veränderung sichtbar wurde.

 

Der Smut hatte seine wahre Freude an mir!

 

Seltsamerweise schien aber jeder Smut auf jedem Schiff in mir eine besondere Herausforderung zu sehen.

 

Wenn weiter kein Problem anlag, folgten nun die Routine- und Wartungsarbeiten.

 

Gegen 10 Uhr ging es mal eben kurz in die Offiziersmesse zur Tea-Time, etwas Flüssiges braucht der Mensch schließlich auch.

 

Die Zeit bis zum Mittagessen um 11:30 Uhr wurde mit fleißigem Arbeiten überbrückt.

 

Bild 6 - Smutje Johnny in seiner Kombüse

Nach dem üppigen Mittagsmahl war ein wenig Bewegung vonnöten, also kleiner Spaziergang zum Vorschiff auf die Back, wenn das Wetter es zuließ.

 

Hier konnte man so schön den Delfinen zusehen, die in unserer Bugwelle spielten.

 

Auf diese Weise kam ich wenigstens zu meinem ca. 150 Meter langen aber zeitlich kurzen Spaziergang hin und zurück.

 

Bild 7 - Auf der Back. Rechts im Bild die Ankerwinde

Bild 8

Bild 9

Bild 10

Bild 11

Bild 12

Nach der Mittagspause war nun wieder fröhliches Schaffen angesagt, nur noch unterbrochen von der Kaffeepause.

Bei schwerer körperlicher Arbeit, die ich allein bei den schaukelnden Bewegungen des Schiffes auf hoher See nicht bewerkstelligen konnte, holte ich mir Unterstützung bei den Crewmitgliedern. Je nachdem um welche Tätigkeit es sich handelte, an Deck bei den Ladeeinrichtungen oder im Maschinenbereich, halfen Matrosen der Freiwache oder das Maschinenpersonal. Überstunden wurden schließlich gut bezahlt.

Apropos Überstunden: In meiner Heuer war von vornherein eine Überstundenpauschale von 65 Stunden monatlich eingearbeitet, weitere wurden mir nicht bezahlt. Fakt war aber -nur mal so zur Kenntnisnahme- das ich gut zufrieden war, wenn im Monat nur um die 180 Überstunden anfielen, oft waren es mehr!

Im weiteren Verlauf unserer Berichterstattung werde ich wohl noch öfter darauf eingehen, warum. An dieser Stelle möchte ich aber schon mal anmerken, das dies nie weh getan hat, manchmal suchte man sich sogar diese zusätzlichen Beschäftigungen oder der Reiseverlauf brachte das mit sich. Ich denke da z.B. an endlos lange Revierfahrten, wo ich aus dem Fahrstand kaum rauskam.

Gegen 17 Uhr wäre an Land wahrscheinlich meine Arbeitszeit wirklich geendet. Auf dem Papier hatte ich jetzt auch Feierabend, aber was heißt das schon auf einem Schiff während der Seereise.

 

Um 17:00 Uhr war auf See zunächst aber die „Happy Hour“ (die blaue Stunde) angesagt. Wer nicht gerade Dienst hatte, nutzte diese Zeit, um sich im Bordshop mit dem Nötigsten zu versorgen, was man für das Bordleben auf See so braucht: Zigaretten, natürlich zollfrei und daher sehr günstig (Beispiel: damaliger Preis einer 20er Packung in Deutschland 2,-DM, an Bord 0,50 DM), Bier, Spirituosen (auch zollfrei und somit spottbillig), Limonaden, Schokolade, aber auch Seife, Waschpulver, Rasierklingen, Zahnpasta usw.

 

Dabei kam es durchaus schon mal zu seltsamen Bestellungen, besonders in warmen Gefilden:

 

„Ich hätte gerne 10 Tafeln Schokolade.“

„Haben wir leider nicht mehr, sind alle!“

„Dann eben 10 Tuben Zahnpasta!“  

 

Verbucht wurde der Einkauf als Vorschuss und wurde am Monatsende von der Heuer abgezogen.

 

 

 

Die „blaue Stunde“ fand in unserer „Kantine“, einer eher ungewöhnlichen Umgebung statt:

Unterhalb der Mittschiffsaufbauten befand sich ein ehemaliger Ballastwasser-Tank, der aber eigentlich nie verwendet worden war. Platz ist auf unserem kleinen Schiff aber immer Mangelware gewesen, also haben findige Köpfe kurzentschlossen die Initiative ergriffen und dafür gesorgt, dass dieser Tank nicht mehr geflutet werden konnte.

 

Der Zugang wurde durch einen Niedergang und eine Öffnung geschaffen, die durch ein wasserdichtes Schott (seemännisch u.a. für fest verschließbare wasserdichte Tür) verschlossen werden konnte, und voilà:

 

wir hatten einen wunderbaren Raum tief unter der Wasseroberfläche an der ruhigsten Stelle des Schiffes, weil genau im Drehpunkt und fernab aller Motorengeräusche. Hier wurde in himmlischer Stille so manches Spezial-Mixgetränk genossen (für Wachgänger, die im Bedarfsfall für ihren Einkauf natürlich auch kurzzeitig abgelöst wurden, selbstverständlich alkoholfrei!!!) und manche haarsträubende und spannende Geschichte (Landratten würden dazu sagen: echtes Seemannsgarn) zum Besten gegeben.

 

Die Zeit nach dem Abendessen nutzte ich oft gerne für die große Wäsche, denn wenn ich die frisch gereinigten Klamotten abends in den Maschinenschacht oberhalb des Maschinenraums hängte, konnte ich diese nach meinem letzten Rundgang kurz vor Mitternacht trocken wieder einsammeln.


 

Im Lauf der Zeit konnte es zwar passieren, dass das ursprüngliche strahlene Weiß in ein dezentes Seemannsweiß überging (im Hausfrauen-Jargon: mit Grauschleier), ficht einen Seeman aber nicht sonderlich an.

 

Es standen zwar auch ein paar Wäscheleinen am Oberdeck zur Verfügung, wo die Wäsche in der Sonne hätte bleichen können. Es bestand auf See aber immer die Gefahr, dass der Wind die Wäsche in die große Seekiste = über Bord fegte.

 

Da auf unserem Schiff sogar ein Gemeinschaftsbügeleisen vorhanden war, kam auch das Teil gelegentlich zum Einsatz.

 

In diesem Zusammenhang: als besonders schick galt bei vielen Crewmitgliedern an Bord übrigens auch die bewährte mexikanische Rundbügelfalte anstelle des messerscharf gebügeltem Hosenbeins.


 

Bild 13 - Blick auf unsere Solar-Trocknungseinrichtung (Wäscheleinen) im oberen Teil des Fotos. Im Hintergrund ein Ausschnitt der italienischen Küste in der Straße von Messina

Wenn das Wetter bzw. das Klima es zuließ, traf man sich abends auch gelegentlich zum gemütlichen Klönschnack auf dem Achterdeck.


Gegen 20:15 Uhr, wenn unser 2. Ing. seine Freiwache angetreten hatte, gingen wir beide zum Funker, um einen zünftigen Skat zu dreschen. Er hatte zu dem Zeitpunkt noch Bereitschaftsdienst und durfte daher seine Funkbude nicht verlassen.

 

Gegen 22 Uhr begab ich mich wieder nach achtern in den Maschinenleitstand, um den L.I. für eine kleine Verschnaufpause abzulösen. Dieser Brauch hatte zumindest unter Chief Pfeiffer (gehörte seit Baubeginn des Schiffes lediglich mit kurzen Urlaubs-Unterbrechungen zum ständigen Inventar der „Elisabeth“) schon sehr lange Tradition, sein Nachfolger legte allerdings keinen Wert mehr darauf.

 

Bild 14 - Unser Chief bei den Eintragungen im Maschinenlogbuch

zum anstehenden Wachwechsel

Etwa nach einer halb- bis dreiviertelstündigen Pause war der L.I. wieder unten. Ich leistete dem Chief meist noch ein wenig Gesellschaft, denn zu diesem Zeitpunkt war ja nichts mehr los auf unserem Dampfer, und machte kurz vor der Wachablösung meinen letzten Rundgang durch den Maschinenraum. Hier kontrollierte ich noch mal alle wichtigen elektrischen Einrichtungen für den Fahrbetrieb und hatte jetzt wirklich Feierabend. Für Notfälle während der Nacht konnte ich über eine Signalanlage in meiner Koje (seemännisch für Bett) alarmiert werden.

 

Das Bordnetz konnte ich mit einem ganz einfachen Trick auch von meiner Koje aus kontrollieren. Über dem Waschbecken in meiner Kammer war eine  Spiegelleuchte mit normalen Glühlampen ständig eingeschaltet, während die übliche Beleuchtung im Schiff durch Leuchtstofflampen erfolgte. Wenn nun die Frequenz des Bordnetzes aus dem Tritt geriet, flackerten die Glühlampen, Leuchtstofflampen reagierten nicht darauf.

 

Die Maschinenwache war dann meistens sehr erstaunt, wenn ich wie ein Sturzkampfbomber am Geländer des Maschinenniedergangs herunter gerutscht kam, um durch geeignete Maßnahmen den Ausfall des Bordnetzes zu verhindern. Sie hatten das anstehende Problem noch gar nicht bemerkt, weil es hier unten nur über das kleine Anzeigeinstrument für die Netzfrequenz zu erkennen war, und wer guckt da schon immer drauf - wohl nur der Elektriker.

 

In der Pantry wartete auch auf mich ein „Mitternachtswächter“. Der Koch ließ immer noch nicht locker, mir ein wenig Speck auf die Rippen zu zaubern, geschafft hat er es aber trotzdem nie!

 

Jetzt wartete meistens nur noch ein kleines Feierabendbierchen gemeinsam mit der abgelösten Wache und dann war Klarmachen zum Matratzenhorchdienst angesagt. Die ständigen schaukelnden Bewegungen des Schiffes sorgten für ein sehr schnelles Einschlafen und eine angenehme tief entspannende Nachtruhe.

 

Samstags kam zum Routine-Rundgang noch die Kontrolle der Sicherheitseinrichtungen hinzu: Die Funktionskontrolle der Notbeleuchtung im gesamten Schiff, Überprüfung der Signal- und Alarmschaltungen, Kontrolle und Wartung der Akkumulatoren für den Notbetrieb.

 

Vielleicht wundern Sie sich über die vielen Kontrollgänge, aber Ausfälle kann man sich auf einem Schiff nicht leisten, schon gar nicht bei sicherheitsrelevanten und für den Fahrbetrieb unbedingt erforderlichen Einrichtungen. Hier ist rund um die Uhr eine sehr komplexe Technik im Einsatz und der Ausfall einer einzigen Komponente kann verhängnisvolle Folgen nach sich ziehen.

Vorbeugen ist daher immer besser als unter extremen Stressbedingungen instandsetzen zu müssen, gewissenhafte Kontrollen sind daher der beste Schutz und vermeiden unnötige Probleme. - Anm. d. Autors

 

 

Bis jetzt gibt dieser Bericht wahrscheinlich den Eindruck wieder, wie es im schönen Lied "Eine Seefahrt,die ist lustig!" besungen wird.

Na ja, ganz so ist es aber garantiert nicht immer, manchmal kommt es aber auch völlig anders. (siehe die weiter unten noch in grau gehalten geplanten Themen)

 

Wir versetzen uns auch weiterhin für Sie in unsere längst längst vergangenen und fast schon vergessenen Zeiten und schreiben, schreiben, erinnern uns und schreiben es auf, sichten Unmengen Fotos und schreiben weiter ...

 

Bleiben Sie also dran an unserer Berichterstattung über die christliche Seefahrt. Wir tun's auch!

 

Fortsetzung folgt!

 

Manchmal kommt es auch knüppeldick! Eine Werftüberholung 1969 und ihre dramatischen Folgen

 

Freizeitgestaltung an Bord

 

"Elisabeth" und die Kakerlaken

"Elisabeth" und der Schornsteinbrand

"Elisabeth" und die Sturmklappe

"Elisabeth" und das Schwarzbrot

"Elisabeth" und die Vollbremsung im Ärmelkanal

"Elisabeth" und das Holz aus Archangelsk

 

Achtung: die grauen Textzeilen sind noch nicht aktive Links. diese Kapitel sind noch in Arbeit oder in der Vorbereitung! (Anm. der Red.)

 

Impressionen der Seefahrt (eine kleine Auswahl interessanter Fotos)

 

Auch ein Seemann muss mal an Land (Dieses Thema wird auch irgendwann hier veröffentlicht)

 

Klönschnack (Seemannsgarn oder vielleicht doch wahr?)

 

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Text: Willi Tebben

Fotos: Willi Tebben (Bild 1, 8 - 12); Rainer Wagner (Bild 2, 3 und 14); Günter Platzer (Bild 4 - 7)


 

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