Bernhard Friedrich Frahling

 

Die Präsentation einer Tragödie um ein kaum vorstellbares grauenvolles Szenario

 

 

Bild 1 und 2 - Bericht in der Münsterschen Zeitung am 11.08.2010

 

Zur Präsentation am Sonntag, den 22. August 2010 um 15 Uhr im Haus Kirchstraße 14 in Burgsteinfurt:

 

 

Warum kommen diese Erinnerungen erst nach

65 Jahren  an die Öffentlichkeit?

 

Wohlbehütet und wohlfundiert in einer bodenständigen Bauernfamilie mitten im Münsterland bin ich aufgewachsen! Nicht beeindruckt und beeinflusst von der alles bestimmenden Ideologie der damaligen Zeit!! Im Innern bestimmt vom Glauben an Gott und gefestigt von der stets prägenden Erziehung meines Elternhauses!!

 

Dass man den Dienst am Vaterland antreten musste, dafür gab es kein Zurück!! Und gerade dieser Moment steht in der vorurteilsstrotzenden Kritik der heutigen Generation, die all dieses nicht miterlebt hat und gut daran täte, den unumkehrbaren wie unheilvollen Opfergang meiner gesamten Generation nachdenklich zu würdigen!!!

 

Ich selbst bin niemals ein Freiwilliger, aber dafür um so mehr ein Leidtragender gewesen!!!!

 

Die Lehre aus meiner so demolierten Jugend war mir ein Fanal dazu, nämlich um so mehr dafür einzutreten, dass meine Nachfolge-Generation es besser haben sollte und möglichst vor gleichem Unheil geschützt werden müsse! Dazu gehört aber auch die Ehre und Würdigung der vorherigen Katastrophen-Erfahrung! In meiner Familie ist diese Erfahrung objektiv und verständnisvoll durchgearbeitet und auch als meine vermächtnishafte Mahnung festgeschrieben!


Wagt man dann aber, etwas davon in der Öffentlichkeit zu bewegen, kann man erleben, dass man das wahre Gesicht der heutigen Zeit als verlogene Fratze kennen lernt, und zwar im völlig realitätsentstellenden Vorurteil!!!


So habe ich mich vor ca. 15 Jahren an eine große Zeitung gewandt und auf die so unwürdig schlummernden Kameraden an der Ahr aufmerksam
gemacht!! Diese schickte nur eine einzige Antwort, und die lautete:

 

"Es ist ja schon soviel Zeit darüber hinweggegangen, wir haben daran heute kein Interesse mehr"!!??!

 

Statt eines Kommentars dazu bleibt mir allerdings das Wort im Halse stecken!!!


Noch viel schlimmer kommt es, wenn man den Heuchelapparat der Frömmigkeit bemüht, dem leider so viele Fernsehzuschauer anheim fallen!

Habe ich doch vor ca. zwei Jahren einen Fernsehpastor angeschrieben:

 

 "Ich habe heillose Wut darüber, dass so viele meiner Kameraden an der Ahr so elendig verbuddelt und so der Schweigsamkeit der Ewigkeit übergeben wurden"!!!

 

Die Antwort darauf:

 

"Ich sollte meine Wut lieber an meinem Kopfkissen auslassen" !!!!!!

 

Ich weigere mich, darüber nachzudenken

 

-- Herrgott - Jesus - Amen!!!

 

 

Bei unserem Treffen 1995 konnten erstmalig viele Kameraden aus der ehemaligen DDR zugegen sein! Das war eine sehr schöne und auch sehr wohltuende Bereicherung der ganzen "Erinnerungsbewegung"!!

Alle Wege, die bis dahin so sehr verbaut waren, wurden hier in einem sehr herzlichen Miteinander wieder aufgeschlossen!! Es war mit einem Mal, als wenn die ganze Gesellschaft eine bisher nie Fröhlichkeit und Herzlichkeit im intensiven gegenseitigen Austausch erfahren hätte!

 

Dabei lernte ich auch meinen Freund Heinz Adler aus Dresden kennen! Er hatte mit mir den seinerzeit berüchtigten "Todesmarsch" von Remagen nach Andernach mitgemacht!! All das von mir dazu berichtetes Geschehen wurde von ihm in allen Teilen bestätigt und es war eine sehr erhebende und zu Herzen gehende Aussprache! Alle furchtbaren Szenen dieser so unmenschlichen Dramatik kamen wieder hoch!!

 

Wir sind bis heute darum auch gute Kameraden geblieben, denn es sind ja nur noch wenige, die das bis heute überlebt haben!!

 

Wir sind uns in dem Bestreben einig, die Erinnerung an diese gemeinsamen Erlebnisse nicht nur auszutauschen, sondern der Nachwelt als reales Zeitgeschehen und vor allem als Mahnung an die Zukunft festzuschreiben!!!


Geschichte kann nur Bestand haben, wenn Positivum und Negativum zur neutralen, objektiven Bewertung gleichermaßen der Zukunft zur würdigen Handhabung anvertraut werden !!!


Die Ehre der Vergangenheit und die Mühen der Gegenwart ergeben den Wert der Zukunft !!!!!


Zur Erinnerung an meine Kriegsgefangenschaft 1945 in

Miesenheim - Andernach - Sinzig und Remagen!!!


Meinen toten Kameraden in dankbarem Gedenken gewidmet !!!

 

Bernhard Friedrich Frahling

 

... und wenn Sie sich etwas ausführlicher über dieses Thema informieren möchten, lesen Sie hierzu bitte auch

 unsere umfangreiche Dokumentation.

Wer ist Bernhard Friedrich Frahling?

 

Text: leicht abgeänderte Auszüge aus der Dokumentation von Bernhard Friedrich Frahling

Presseberichte:

Bild 1 und 2: Bericht in der Münsterschen Zeitung am 11.08.2010


 

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