DES "Elisabeth Schulte"

 

Warum Stenvorde.de nun auch über Maritimes berichtet

 

 

Seefahrtsberichte auf Stenvorde.de, einem offenen Internetprojekt für Stadt und Kreis Steinfurt, mindestens 200 km von der Küste entfernt und scheinbar ohne jeden Bezug zum Maritimen?

Nun ja, immerhin haben wir hier den Seglerverein inklusive Shantychor „Stormvogel“, die von Wellen, Wind, Wasser und fernen Ländern singen und mit kleinen schnittigen Booten und manchmal sogar auf Großseglern die Weltmeere befahren.

Es gibt auch viele Steinfurter, die ebenfalls nicht auf abenteuerliche Kreuzfahrten mit luxuriösen Riesenpötten verzichten möchten.

Mit Sicherheit gibt es aber auch den einen oder anderen uns bisher leider noch Unbekannten aus dieser Region, der sich ebenfalls so manchen Sturm auf den Weltmeeren um die Nase hat wehen lassen. Für diese mittlerweile leider aussterbende Rasse gilt:

herzlich willkommen in unserem Team!

 

Und dann gibt es da noch einen Zugereisten in Steinfurt, der steif und fest behauptet, er wäre ein echter Steinfurter und dürfe sich daher auch ohne Polizeischutz frei in beiden Ortsteilen der Stadt bewegen!

 

Er wird regelmäßig von den gestandenen Ahnenforschern des Stenvorde-Teams massiv und des Öfteren animiert, doch auch in seiner Vergangenheit und Herkunft rumzukramen.

 

Dieser Typ, ein sturköpfiger Ostfriese, ehemaliger Insulaner und somit logischerweise auch mal im früheren Leben mit Leib und Seele Seemann gewesen, macht aber leider selten das was er eigentlich tun soll! Und unter Druck schon gar nicht! Ein typischer Dickschädel eben!

 

Also widmet er sich nicht wie eindringlich gefordert bzw. erwartet seinen Vorfahren, sondern sucht statt dessen ehemalige Crewkameraden aus seiner Seefahrtszeit, um mit ihnen gemeinsam den Unbefahrenen (seemännisch für Nichtseeleute = Landratten) Interessantes, Spannendes, aber auch die eine oder andere etwas lustigere Story aufzuschreiben und so vor dem ewigen Vergessen zu bewahren. Was dem Einen seine Vorfahren, ist dem anderen eben sein Schiff oder so.

 

Eins möchte er aber von Vornherein klarstellen: hier wird garantiert kein Seemannsgarn gesponnen – jede Geschichte hat sich wirklich so ereignet und wird, soweit es überhaupt noch möglich ist, auch durch private Fotos der beteiligten Seeleute belegt.

 

Bild 1 - Das iss'er, dieser Ostfriese; allerdings im Jahr des Herrn 1969

 

Beim Surfen im Internet werden Sie viele Webseiten zum Thema Seefahrt finden mit einer Fülle von Bildern mit Schiffsansichten, technischen Daten,  Historien und natürlich oft auch gewürzt mit immer gleichen Anekdoten des klischeebehafteten unbedarften Seemanns. Begriffsmäßig wird hier auch die typische Seemannssprache verwendet (ist natürlich wichtig und richtig, denn warum sonst gibt es diese Sprache!?), aber leider für Laien und Landratten nicht immer ganz so einfach zu deuten. Auch wir werden um diese Fachbegriffe nicht umhin kommen, aber wir versuchen die dann jeweils direkt zu erklären.
 

Bild 2 - Eine etwas holprige Wegstrecke im Nordatlantik

Wir möchten also einen anderen Weg gehen:

Unsere Berichte werden das entbehrungsreiche Bordleben beschreiben, die eintönigen endlos langen Seereisen, das Improvisieren bei Reparaturen mit Bordmitteln und dem Mangel an möglicher Freizeitgestaltung, das winzige bisschen Schiff unter den Füßen im tobenden Sturm inmitten haushoher Brecher und der Kampf ums Überleben, die immerwährende Herausforderung in der Beherrschung der komplizierten Technik und dem viel zu engen Lebensraum der Besatzung mit allen Problemen, die damit einher gehen.

 

Wir werden aber auch immer wieder feststellen, was den Reiz des seemännischen Berufs egal in welcher Fachrichtung ausmacht, ob Nautiker, Funkoffizier, Decksbesatzung, Maschinencrew, Koch usw., auch wenn die Seefahrt in der Praxis nicht immer so lustig ist wie oftmals lauthals besungen.

 

Fakt ist jedoch, und darum schreiben wir das hier ganz bewusst:

 

„Einmal Seemann – immer Seemann!“

 

Auch wenn man längst dauerhaft an Land ist – die Seefahrt lässt keinen echten Fahrensmann jemals wieder los!

 

Wir möchten unsere Vergangenheit für uns wieder aufleben lassen und nehmen Sie, liebe Leserin und lieber Leser, auf dieser Zeitreise mit!

 

Und so wird das Internetprojekt www.stenvorde.de eine eigene Rubrik über die Seefahrt aufbauen mit vielen authentischen Bildern und Erinnerungen. Freuen Sie sich mit uns auf Abenteuer, Spannung, Spaß und tolle Bilder, die einen schönen Einblick in längst vergangene Zeiten bieten!

 

Bevor wir uns aber in das ereignisreiche Bordleben stürzen, werden wir erst mal eins der Schiffe vorstellen, das eine der Hauptrollen in unseren Geschichten spielt: DES "Elisabeth Schulte" (DES bedeutet Diesel-Elektro-Schiff)

 

 


Text: Willi Tebben

Fotos: Willi Tebben (Bild 1); Günter Platzer (Bild 2)


 

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